Das Gespenst von «Zero-Weinen»
«Ein Gespenst geht um in der Weinszene!»
Das Gespenst von «Zero-Weinen». Die Bosse der «Hefebakterien-Gewerkschaft» (HBG) ziehen – sollte die Unsitte der «Null-%-Volumen-Weine» noch grössere Ausmasse annehmen – einen weltweiten Streik in Erwägung. Dies, weil ihre Arbeit, so gemäss Pressemitteilung der HBG keinen Sinn mehr mache. So unnütz und aussichtslos, wie »das Fass der Danaiden» füllen!
Oder beispielsweise … Eskimos Kühlschränke zu verkaufen oder ein Fernglas im Rucksack auf einen Berggipfel tragen, der 360 Tage im Jahr von Nebel umhüllt ist.
Grundsätzlich besteht die Schwerstarbeit dieser Mikroorganismen darin (ganz unanständig-einfach erklärt), den Zucker im Traubenmost zu «fressen» und Alkohol zu «scheissen !!!» Will heissen, die Hefebakterien verrichten die WICHTIGSTE Arbeit, wenn sich der Traubenmost nach dem Herbsten im Tank befindet.
Die Unsitte nun gewisser Weinhersteller, dem Wein den Alkohol wieder zu entziehen und als «0%-Volumen Gesöff» zu vermarkten, hat die «Gewerkschaftsbosse der Hefebakterien» verärgert.
NICHT ALLES DENKBARE UND MACHBARE MACHT SINN UMZUSETZEN.
Schlicht undenkbar, dass in einem «Romanee Conti» der gleichnamigen Domain je eine «Null-Volumen-% Flüssigkeit» drinsteckt. Zitat «Novalis»: «Neigungen zu haben und sie zu beherrschen, ist rühmlicher als Neigungen zu meiden!»
Der Marktanteil dieser «Zero-Wein-Unsitte» liegt im Moment <2%, Tendenz steigend. Eine Stellungnahme der «Hefebakterien-Gewerkschaft (HBG) nahm gegenüber dem Schreiber dieser Kolumne wie folgt Stellung. «Wir fordern von «Wine-Maker*innen» ein klares Statement zu alkoholischen Weinen, sonst stellen wir unsere Arbeit ein und suchen uns gescheitere Tätigkeiten, bei welcher unsere Arbeit entsprechend wertgeschätzt und vor allem gebraucht wird!»
In der Schweiz zeichnet sich der Ansatz einer Lösung, wie folgt, ab:
- Wie aus gewöhnlich zuverlässigen Quellen zu vernehmen war, wird der schweizerische Bundesrat von den im Jahre 2026 zugesprochen 10.0 Millionen CHF zu Gunsten der Absatzförderung von Schweizer-Weinen, 2.5 Millionen CHF umverteilen, um einen eventuellen Streik der «Hefebakterien-Arbeiter» finanziell zu unterstützen.
- Weitere 3.0 Millionen CHF werden zu Marketingzwecken verwendet werden, um die Generation Z wieder vermehrt dazu zu animieren, von diesem «Null-Volumen-%-igen Teufelszeug» die Hände zu lassen und vermehrt wieder Hochprozentiges in die Gurgel zu kippen, wie wir’s immer pflegten zu tun … und zukünftig permanent tun werden … bis zum ultimativ letzten Atemzug!
«Die Verteufelung des Weins sei ein Angriff auf die Lebensqualität und unsere Identität» (Philipp Schwander)
(Ausschnitte aus einem Interview mit Philipp Schwander, Selection Schwander AG, Zürich. «Schweiz am Wochenende» vom 01. November 2025, Privat-Pressearchiv)
(<…>) Der Prokopf-Weinkonsum sei von 47 Litern im Jahre 2003 auf 24 Liter 2025 eingebrochen … Mit ein Grund sei auch die WHO*, welche gerne die «Lancet-Studie»** aus dem Jahre 2018 zitiere, in der fälschlicherweise behauptet wird, dass schon der Genuss EINES GLAS WEIN!! schädlich sei …. Die 2022 erstelle Nachfolgestudie im Lancet**, die diese Falschaussage korrigierte, werde verschwiegen. (Und weiter) …. Wein sei ein Kulturgut und es gebe auch ein Leben vor dem Tod …. Viele täten alles, um gesund zu bleiben aber würden vergessen zu leben! …. Beim Wein seien 13-15% Alkohol ein integraler Geschmacksträger. Nähme man Alkohol weg, fehlten Körper und das Fleisch …. Zudem würden weiterer Studien beweisen, dass moderater Alkoholkonsum positive Effekte auf die Gesundheit habe. Nur lese man davon nichts, weil offensichtlich militante Alkoholgegner die Presse dominieren (<…>)
*WHO = World health organisation (Welt Gesundheits Organisation)
** medizinische Fachzeitschrift seit 1823
Was sagen zwei Baselbieter Top-Winzer zu den «Zero-Weinen»
(Sendung Tele-Basel vom 01.11.2025)
Ueli Bänninger, Tschäpperli Weine, Aesch BL
«Mit der Weinproduktion stellen wir das natürlichste Produkt überhaupt her. Wenn man die Frucht sein lässt, dann gärt sie und es entsteht Alkohol. So sei das alkoholische Endprodukt nicht nur das haltbarste, sondern auch dasjenige, welches am nächsten bei der Natur ist.»
Antoine Kaufmann, Klus 177. Aesch BL
»Die ganzen Methoden, den Alkohol aus dem Wein zu filtrieren, seien mit grossem Aufwand verbunden. Das passe nicht zur Nachhaltigkeit des Weingutes.»
Und wie hätte der deutsche Philosophe NOVALIS (1772-1801) die heutige Unsitte von «Zero Weinen» im 18. Jahrh. kommentiert?
Hätten die Nüchternen
einmal gekostet
Alles verliessen sie
und setzten sich zu uns
An den Tisch der Sehnsucht
der nie leer wird
Und denken Sie immer daran, unseren «Dielenberger-Himmellüpfer Weinen» liegen 100% Handarbeit zugrunde und sie werden seit 1680 mit Alkohol gekeltert …. und das wird auch so bleiben.
In dem Sinne, sehr zum Vollsein, im wahrsten Sinne des Wortes
Prof. Dr. Müller-Mehltau






